Wir machten Station in Sysmä einer Gemeinde am Ostufer des Päijänne-Sees in der Region Päijät-Häme, mit einer ehemals jahrhundertealten Tradition als Zentrum des ländlichen Adels. Bei der täglichen Reiseplanung machte ich eine kurze Recherche zur Geschichte und den Aufständen in dieser Region und entdeckte den sogenannten Keulenktieg. Da ich davon noch nie gelesen hatte, war ich auf die Informationen im Internet angewiesen.
Die Bauernaufstände dauerten von 1596 bis 1597 und waren ein Folge eines Machtkampfes innerhalb des schwedischen Hochadels, da Finnland zu diesem Zeitpunkt zu Schweden gehörte, in dem die Bauern von den Adeligen missbraucht und brutal getötet wurden.
Die finnischen Bauern waren völlig erschöpft: 25 Jahre lang hatte Schweden Krieg gegen Russland geführt (der 25-jährige Krieg, 1570–1595).
Obwohl 1595 endlich Frieden geschlossen wurde, weigerte sich der mächtige schwedische Statthalter in Finnland, Klaus Fleming1, das Heer zu demobilisieren. Die Bauern wurden weiterhin gezwungen, die Soldaten zu verpflegen und zu beherbergen – eine enorme Last, die man Burgrecht (linnaleiri) nannte.
Gleichzeitig tobte in Schweden ein fieser Machtkampf um den Thron zwischen dem katholischen König Sigismund und dessen Onkel, dem protestantischen Herzog Karl (dem späteren König Karl IX.). Herzog Karl ermutigte die finnischen Bauern insgeheim, sich gegen Fleming aufzulehnen. Im Winter 1596 riss der Geduldsfaden: Die Bauern griffen zu ihren Arbeitsgeräten – Keulen, Spießen, Äxten – und der Aufstand brach los.
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