Bei unserem Besuch in Gusen wandern wir zum Eingang der Stollenanlage „Bergkristall“ des ehemaligen KZ Gusen. Wir sind auf der Suche nach Eindrücken und Informationen für unsere zukünftige Studienreise der Roten Spuren im Frühjahr 2027. Die Fotos bei diesem Artikel stammen grossteils von den Informationstafeln1 vor der Gedenkstätte.
Das Stollensystem „Bergkristall“ war Teil des KZ-Komplexes Mauthausen-Gusen. Tausende Häftlinge errichteten das unterirdische Stollensystem, das für die Rüstungsindustrie genützt wurde.2
ZUM GEDENKEN AN DIE VIELEN TAUSENDEN POLNISCHEN HÄFTLINGE DER KONZENTRATIONSLAGER VON GUSEN, DIE DURCH SKLAVENARBEIT FÜR DIE RÜSTUNGSINDUSTRIE DES DRITTEN REICHES IN DEN BERGKRISTALL-STOLLEN AUSGEBEUTET, GEPEINIGT UND ERMORDET WURDEN
Der Fleischhauer Karl Bockerer ist schon ein bisserl enttäuscht, als er an seinem Geburtstag aufwacht: Es ist der 20. April 1938, aber statt der erwarteten Familienfeier begeht seine Frau Binerl
nicht seinen, sondern “Führers Geburtstag”, und sein Sohn Hans präsentiert schneidig seine SA-Uniform, bevor er zu einem Aufmarsch ausrückt. Zeiten sind das!
Und die wöchentliche Tarockpartie mit dem netten Doktor Rosenblatt soll künftig auch nicht mehr stattfinden können? Und als ihm der Herr Polizeiinspektor auch noch erklärt, dass man an einem Feiertag wie diesem die Fleischhauerei geschlossen halten und stattdessen die Hakenkreuzfahne heraushängen muss, ist ihm der Tag endgültig versaut. Aber es wird bald noch schlimmer kommen …
Bereits ab Kriegsbeginn wurden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Wien in Lagern und lagerartigen Unterkünften untergebracht. Diese stammen unter anderem aus den Albanien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien (Kroatien, unter ihnen auch kroatische Roma, und Serbien), den Niederlanden, Polen, Spanien, Russland (darunter unter anderem auch Urkrainerinnen und Ukrainer), Tschechien, Türkei und Ungarn1.
In 12., Oswaldgasse 33 befand sich laut dieser Liste ein Lager der Firma „Kabel und Draht“ (Kabel- und Drahtwerke AG, heute 21., Siemensstraße 88). Laut Volksgerichtsakt umfasste das Lager zum Zeitpunkt einer Inspektion durch den jüdischen Lagerarzt 50 Personen (9 Männer, 34 Frauen und 7 Kinder), von denen anfangs 40 als „arbeitsfähig“ eingestuft waren2.
Persönlichkeiten, die den Beginn der zweiten Republik mitgestaltet haben.
Termin: Freitag 8. Mai 2026 um 14:00 Uhr Treffpunkt: Gedenkstein für die Opfer des Faschismus am Morzinplatz Anmeldung: Per Email – rote.spuren@chello. at
Es geht um eine Gruppe sozialdemokratischer Politiker:innen und Pionier:innen aus Österreich, und zwar Männer und Frauen, deren Arbeit und Einsatz als „wegweisend“ für die Sozialdemokratie, für die Gewerkschaftsbewegung, für Menschenrechte für Gleichberechtigung und auch für den Frieden gelten.
Heinz Fischer als persönliche Erinnerungen in diesem Buch
Die beiden Autoren Wolfgang Greif und Alexander Neunherz präsentieren uns auf ausgewählten Plätzen Persönlichkeiten aus diesem Buch. Wir haben spannende Plätze und spannende Personen ausgewählt, die uns überraschende Einsichten in die Entstehung der Zweiten Republik geben.
Organisatorische Angelegenheiten: Die Teilnahme am Rundgang ist gratis. Am besten erreicht man das Denkmal am Morzinplatz mit der U4 – Station Schwedenplatz.
Wir starten am Mahnmal: „Niemals Vergessen für die Opfer der Gestapo“ am Morzinplatz
Im DÖW, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstand in der Wipplingerstrasse 6 – 8, 1010 Wien, befindet sich die 2. Station.
Die 3. Station befindet sich beim ehemaligen NÖ Landhaus in der Herrengasse 13.
Bei der Fassade der SPÖ-Bundesparteizentrale in der Löwelstraße ist die 4. Station.
In der Ebendorferstraße beim Haus der ehemaligen AK-Zentrale und Gewerkschaftshaus in der Ersten Republik beenden wir den Rundgang.
Gartenbaukino Wien (1010 Wien, Parkring 12) Freitag, 1. Mai 2026, 21:30 Uhr (Zusatzvorstellung)
Am Tag der Arbeit bietet das Gartenbaukino einen Vorgeschmack auf das 2. Wiener Arbeitsfilmfestival. Vor dem offiziellen Kinostart im Herbst wird im Rahmen einer Sondervorstellung der neueste Film von Sebastian Brauneis „AMS – Arbeit muss sein“ im Gartenbaukino gezeigt.
In der Komödie rund um ein fiktionales AMS schließt sich eine Gruppe von Langzeitarbeitslosen angeführt von Marie Wotruba (Margarethe Tiese) zusammen, um gemeinsam gegen Strukturen zu kämpfen, die sie hindern, das Leben zu führen, das sie wollen. Dabei braucht es Zusammenhalt, Erfindungsgeist und Verbündete innerhalb des Systems.
„Anstelle eines tristen Sozialdramas ein schwungvolles Offbeat-Musical.“ (Lukas Foerster)
„Alles in allem ist Sebastian Brauneis eine wunderbare sozialkritische Komödie gelungen, die in keinster Weise das AMS als Institution antagonisiert, sondern vor allem zu Menschlichkeit und Solidarität aufruft…“ (UNCUT)
Vom 18.-22. Mai 2026 findet das Wiener Arbeitsfilmfestival statt. Es ist das Festival für Arbeit, Beruf und Bildung, heuer mit dem Schwerpunkt „Frauen.Arbeit.Film“.
Brigitte und ich waren eingeladen bei einem Podcast der Gewerkschafter:innen gegen Rassismus & Sozialabbau. Eine vierteilige Serie zu diesem Thema. Im Teil 1 gehen wir vom Gewaltdreieck von Johan Galtung in der Arbeitswelt aus und diskutieren was es braucht, dass gewaltfreie Erziehung und Diskussion möglich ist.
Bei einem Spaziergang in Simmering entdecken wir dieses Strassenschild und fragen uns „Wer war Ignaz Bockberger?“. Die Bockbergergasse in Simmering wurde 1971 nach ihm benannt1.
1934 erhielt Bockberger wegen seines politischen Engagements 14 Monate Arrest, die er in Stein verbüßte. Während des Zweiten Weltkriegs organisierte Bockberger, der von den Nationalsozialisten 1938 wieder eingestellt worden war, eine antifaschistische Widerstandsgruppe im Betrieb.
1945 wurde Bockberger wieder Betriebsratsobmann und Mitglied des Vorstands der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten.
Telegraf am 18. Juni 1934, Seite 32Innsbrucker Nachrichten, 22. Juni 1934, Seite 23Nachruf zum Begräbnis
Wir machten einen Rundgang mit den Mitgliedern des Verein „Viva Frauen 50plus“. In der Praterstrasse 8 war Treffpunkt. Von den Roten Spuren waren Brigitte, Ingrid, Eva und Werner für den Stadt-Spaziergang veranwortlich. Herzlichen Dank an Peter, der mit der Rote Spuren – Beach Flag den Treffpunkt weithin sichtbar machte.
16 Frauen begrüssten wir beim Rundgang
Nach dem Start schilderte eine Teilnehmerin beim Haus Praterstrasse 11 einen Auszug ihrer Familiengeschichte. Das traurige Schicksal von Max und Susanne Bergmann.
Weshalb Nestroy bei uns im Rundgang so prominent vertreten ist?
Sonntag, 10. Mai 2026 Treffpunkt am Westbahnhof: 6:45 Uhr hinter der Parkgarage (Vom Bahnhof – Ausgang zu den Gleisen) – Abfahrt pünktlich um 7:00 Uhr
Bereits seit 1946 findet eine Zeremonie zur Wiederkehr der Befreiung des KZ Mauthausen statt. widmet sich heuer dem Thema „Täterinnen und Täter“. Vor der internationalen Befreiungsfeier um 11 Uhr findet um 10 Uhr wieder unsere sozialdemokratische Gedenkfeier bei den Gedenktafeln für den ermordeten Schutzbundkämpfer Richard Bernaschek statt.
Wir freuen uns heuer Frau Korinna Schumann, BM Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, als Hauptrednerin begrüßen zu dürfen. Anschließend nehmen wir an der Hauptfeier am ehemaligen Appellplatz teil.
Anmeldung noch bis 7.Mai 2026 möglich per Mail kaempfer@spoe.at Telefon+43(0)1 53427/277
Organisatorisches: Nach der Feier treten wir die Heimreise nach Wien. Reservierungen waren nicht möglich, weil am Muttertag es keine freien Plätze gab. Daher bitte ich euch das bei eurer Planung des Tages zu berücksichtigen und euch mit Proviant zu versorgen oder die in der Gedenkstätte befindliche Kantine aufzusuchen. WICHTIG: Bitte in den Tagen davor die Wettervorhersage verfolgen und sich dementsprechend vorbereiten (Schirm, Regenjacken, Getränke, Sonnenschutz usw.)
Die Teilnahme ist kostenlos, bitte beachtet, dass es sich um keine Führung durch die KZ-Gedenkstätte handelt, sondern um den Festakt zur Befreiung des KZ-Mauthausens.
Der Fackelzug am 30. April ist einmal jährlich die größte Kampagne und Demonstration die die SJ Wien organisiert und das nicht erst seit Kurzem, sondern seit mittlerweile 100 Jahren.
Doch wie hat der Fackelzug in den letzten hundert Jahren eigentlich ausgesehen? Im Rahmen einer Ausstellung versucht die SJ Wien von heute genau diese Frage zu beantworten.
Tauch ein in diese Geschichte – durch Videos, Installationen und interaktive Ausstellungsstücke.
100 Jahre feiert man nur einmal – lass dir diese einzigartige Möglichkeit nicht entgehen!
Samstag, 18. April 2026, 14:00 bis 20:00 Uhr im WUK, 1090 Wien, Währinger Straße 59